An unsere Leser aus Hessen! Morgen nicht vergessen…

Januar 26, 2008


- Was die SPD nämlich nicht sagt ist, dass man auch mit ihrem populistischen Mindestlohn von 7,50 Euro keine Familie ernähren kann, nachdem aufgrund der Bezugsgrenze die stattaliche Unterstützung wegfällt.

- Was sie auch nicht sagt ist, dass unser Schulsystem für alle Bürger kostenlos ist. Ich kann mich nicht erinnern dass ein Realschüler oder Gymnasiast für seine Schulbildung bezahlen musste. An der Lernunwilligkeit ändert auch eine Gesamtschule nichts.

- Und noch was sagt sie nicht. Dass sie jedesmal aufschreit wenn jemand mehr Polizei fordert. Dann heißt es: wir brauchen Prävention, nicht Reaktion.


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Profi #1 distanziert sich ausdrücklich vom obigen Post, der einzig und allein die Meinung von Profi #2 darstellt. GEGEN CDU, GEGEN ROLAND KOCH FÜR HESSEN!!!

TV Tipp(s) des Tages

Januar 26, 2008

Daumen drücken für den Einzug ins Finale. Nach dem Weltmeistertitel soll auf dem Weg zum Olympiasieg auch noch der Titel des Europameisters her:

Handball EM Halbfinale: Deutschland – Dänemark, ARD 17.30 Uhr

Im Abendprogramm der Klassiker:

Wetten, dass..? , ZDF 20.15 Uhr

U.a. stellt Sylvester Stallone seinen neuen „Rambo“ Film vor

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort – WEF Davos für Fortgeschrittene

Januar 26, 2008

Wer sich auskennt beim Weltwirtschaftsforum, dem stehen ebenso anregende wie aufregende Tage bevor. Wer nicht, droht zwischen Hunderten Veranstaltungen und Prominenten verloren zu gehen.

Wo sollte man besser erfahren, wie es der Weltwirtschaft geht, als in Davos, wo die Größten der Großökonomen und Chefberater sind? Sollte man meinen. Nur: Bei 2500 teilnehmenden Denkern ist nicht einfach, auszumachen, was man in Davos so denkt. Es sei denn beim legendären Auftaktpodium mit Programmtitel „Update 2008: Economics“. Das verfolgen selbst Promis, die sonst nie im Publikum sitzen, sondern auf Podien. Während sich oben Top-Optimisten und -Pessimisten gegenseitig für dumm erklären.

Wie es um die Welt steht, ist mit etwas Feingefühl dann daran messbar, wie verloren eine Seite mit ihren Argumenten wirkt. In den vergangenen Jahren galt das für Morgan-Stanley-Pessimist Stephen Roach, letztes Jahr für Nouriel Roubini, die gegen Optimisten wie Ex-Notenbankchef Jacob Frenkel oder Ex-Clinton-Beraterin Laura Tyson alt aussahen. Diesmal dürfen Roach und Roubini erstmals beide aufs Podium. Statt Frenkel und Tyson. Kein gutes Zeichen.

Internationale Konferenzen sind immer auch Treffen der Dolmetscher. Ob G8, EU oder Uno: Meist wird aus einer Vielzahl fremder Sprachen in mehrere andere übersetzt. Das Weltwirtschaftsforum dagegen kennt nur eine offizielle Sprache: Englisch. Die Lingua franca der Moderne wird an allen Tischen und auf allen Fluren gesprochen. Jeder setzt voraus, dass der andere ihn versteht. Ausnahmen gibt es nur, wenn ein prominenter Gast auf dem Podium unbedingt in der Muttersprache reden will – dann gibt es auch in Davos eine Übersetzung ins Englische. Im vergangenen Jahr nahm Kanzlerin Angela Merkel dieses Recht bei ihrer Eröffnungsrede in Anspruch.

Wenn alle eine Sprache sprechen, bedeutet das aber nicht, dass sich alle auch gut verstehen. Die Akzente sind vielfältig und manche Aussprache vom Oxfordenglisch weit entfernt. Aber wer einmal Forumsgründer Klaus Schwab gehört hat, weiß: Es geht um die Botschaft, nicht um die schöne Aussprache.

Wenn es Nacht wird in Davos und Tony Blair, Bill Gates und Bono die Welt gerettet haben, geht es im Grunde erst richtig los: Es wird gefeiert. Ob Deutsche Bank, Burda oder McKinsey, sie alle machen ihre Partys. Sie alle tragen dick auf. Google will alles im Corporate Design, da kommen dann kleine Küchlein mit der Glasur in Google-Farben. Bei McKinsey, wo man spät nachts sogar Post-Chef Klaus Zumwinkel auf der Tanzfläche noch hoppeln sehen kann, wird man bereits Mitte der Woche so hochgekocht, dass man sich erst wieder beruhigt, wenn am nächsten Tag Kofi Annan spricht.

Einziges Problem: Die Partys stehen in keinem Programm. Wer wichtig ist, erhält natürlich eine Einladung. Für den Rest gibt es eine Faustformel: Im Steigenberger Belvédère finden jeden Abend parallel eine Handvoll Partys statt. Zwar haben viele Partys Gästelisten und Türsteher. Aber die Amerikaner sind eher generös, und für die anderen Partys gilt: anstellen oder dumm stellen.

Inspirationen liefern – das ist eine Grundidee des Weltwirtschaftsforums. Abseits des Tagesgeschäfts sollen sich die Teilnehmer über gesellschaftliche Fragen austauschen können. Auf den ersten Blick scheint dieser Gedanke verloren gegangen zu sein: Das Schaulaufen der Prominenz überstrahlt die inhaltliche Arbeit, in den Besprechungsräumen der Hotels kungeln Einflussreiche unter sich.

Wer dem Ursprungsgedanken folgen will, kann das aber durchaus. Etwa bei den Lunch-Sessions. Punkt 12.30 Uhr starten diese Mittagessen in diversen Hotels. Dabei diskutieren bis zu zehn Teilnehmer am Tisch ein vorgegebenes Thema: etwa über Wirtschaftskriminalität oder die Frage, welche Jobs der Boom der Umwelttechnik schafft. Mit am Tisch sitzen führende Experten – nicht selten Nobelpreisträger. Anspruchsvolle Diskussionen sind garantiert. Beim Wechsel von Halbschuhen zu Schneeschuhen an der Garderobe bleibt anschließend noch Zeit zum Austausch der Visitenkarten.

Wir rufen zum Nokia-Boykott auf

Januar 26, 2008

Graue Panther kurz vor Auflösung

Januar 26, 2008

Gefälschte Quittungen, erfundene Veranstaltungen: Die Seniorenpartei Die Grauen steht durch einen Spendenskandal kurz vor ihrem Ende. Die Bundestagsverwaltung fordert Millionensummen zurück.

Die Partei müsse wegen gefälschter Spendenquittungen 8,5 Millionen Euro an die Bundestagsverwaltung zahlen, sagte der stellvertretende Parteivorsitzende Manfred Albrecht in Wuppertal. Davon seien 1,5 Millionen Euro bereits gepfändet. Dem stünden Beitragseinnahmen von nur 100.000 Euro pro Jahr entgegen. Mitte Februar müsse ein Sonderparteitag über den Auflösungsantrag des Bundesvorstandes beschließen.

Das frühere Mitglied des Bundesvorstandes der Grauen, Ernst Otto Wolfshohl, wurde unterdessen aus der Untersuchungshaft entlassen. Gegen das Bundesvorstandsmitglied der Partei bestehe aber weiterhin dringender Tatverdacht, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft. Die Gerichte hätten ihn nur unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Er habe 100.000 Euro Kaution hinterlegen und seinen Pass abgeben müssen. Außerdem müsse er sich dreimal pro Woche bei der Polizei melden.

Der 63-jährige Wolfshohl soll für die Partei beim Deutschen Bundestag mit fingierten Spendenquittungen Geld aus der staatlichen Parteienfinanzierung erschlichen haben. So soll die Partei Zuschüsse für erfundene Weiterbildungsseminare kassiert haben. Die angeblichen Seminar-Redner hätten ihre Honorare der Partei gespendet, für die Spenden seien wiederum staatliche Zuschüsse beantragt und kassiert worden. Wolfshohl soll dafür in zwei Jahren 142.000 Euro als Provision kassiert haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die abgerechneten und bezuschussten Veranstaltungen nie stattfanden.

Da muss wohl jemand unfreiwillig in die „politische“ Rente gehen

Hacker greifen Scientology an – Drohungen auf YouTube, Websites lahmgelegt

Januar 26, 2008

Eine von einem Science-Fiction-Autor gegründete Sekte befindet sich im Internet-Krieg mit einer Hackergruppe namens „Anonymous“: Was nach einem unterhaltsamen Action-Thriller klingt, spielt sich derzeit tatsächlich im World Wide Web ab.

Am Montag verkündete die Hackergruppe Anonymous offiziell den virtuellen Kampf gegen Scientology. „Anonymous hat beschlossen, dass eure Organisation zerstört werden muss“, heißt es in einer an Scientology gerichteten Videobotschaft auf der Videoplattform YouTube.

Bereits am vergangenen Freitag deuteten die Hacker an, wie der „Krieg“ aussehen soll. Mit einer Flut vorgetäuschter Aufrufe wurde die zu Scientology gehörende Webseite religiousfreedomwatch.org überlastet und zum Absturz gebracht. Die Hauptseite scientology.org wurde stark verlangsamt und war nur sporadisch erreichbar.

„Project Chanology“ nennen die Hacker ihre Schlacht gegen Scientology und rufen im Internet zum Mitmachen auf. In Phase eins konnten die User dank einfacher Anleitungen beim Hacken der Seiten helfen. Jetzt werden sie aufgerufen, das Projekt bekannt zu machen und Einträge bei Google und anderen Informationsdiensten zu ihren Gunsten zu verändern.

Warum kam es gerade jetzt zu dieser Kriegserklärung? Das vor wenigen Tagen aufgetauchte Scientology-Lehrvideo und ein Interview mit Schauspieler Tom Cruise (wir berichteten) waren der Auslöser für die Gegenwehr der Hacker. Cruise spricht darin von einer ideologischen Säuberung der Welt und tritt auf wie ein Diktator.

Scientology hatte es geschafft, das Video unter Vorschiebung von Copyright-Problemen von YouTube zu entfernen, doch inzwischen hat es sich schon im Internet verbreitet und steht zum Beispiel auf der Webseite www.gawker.com noch immer zum Ansehen bereit.

Januar 25, 2008


Der Gegner dort am Samstag (18 Uhr, live ARD) in Lillehammer ist Dänemark.

Börsenhändler betrügt französische Großbank um Milliarden

Januar 25, 2008

Der französische Börsenhändler Jérôme Kerviel hat der französischen Großbank Société Générale einen Rekordverlust von 4,9 Milliarden Euro beschert. Der Mann habe über das vergangene Jahr seine eigenen Geschäfte „innerhalb der Bank“ gemacht.

Er sei dabei so schlau vorgegangen, dass er unbemerkt durch sämtliche Kontrollen gerutscht sei. Rund hundert Anleger reichten Klage gegen die Société Générale wegen Betruges an. Bouton habe seinen Rücktritt angeboten, hieß es; dies wurde aber abgelehnt.

Der Bankchef erklärte auf einer Pressekonferenz in Paris, die Société Générale bereite eine Anzeige gegen den Händler vor. Er entschuldige sich bei allen Anlegern. Er und der geschäftsführende Vorstand Philippe Citerne würden sich ihren Bonus für das vergangene Jahr nicht auszahlen lassen und „bis mindestens Juni“ auf ihr Festgehalt verzichten. Zu den 4,9 Milliarden Euro Verlust durch den Betrug des Händlers kommen nach Angaben der Bank noch zwei Milliarden Euro, die das Haus wegen der weltweiten Finanzkrise abschreiben muss.

Die Société Générale hatte schon vergangene Woche mitgeteilt, dass einer ihrer Aktienhändler in Paris fiktive Geschäfte gemacht und dabei die Kontrollmechanismen umgangen habe. Der Angestellte habe den Betrug zugegeben und werde entlassen; mehrere Manager, denen seine Machenschaften entgangen waren, müssten ebenfalls gehen.

Trotz der Belastungen werde der Gewinn der Bank für das vergangene Jahr noch im positiven Bereich liegen, erklärte das Unternehmen. Es sei mit 600 bis 800 Millionen Euro zu rechnen. Im Jahr davor hatte die Bank noch 5,2 Milliarden Euro verdient. Um den Verlust auszugleichen, will die Société Générale in den kommenden Wochen das Kapital um 5,5 Milliarden Euro erhöhen.

Münchner Faschingszug in der Kritik

Januar 24, 2008

Zum dritten Mal nach 35 Jahren Pause soll am Sonntag in München ein Faschingszug durch die Straßen ziehen. Der Termin der Veranstaltung stößt allerdings auf heftige Kritik: Der 27. Januar ist Holocaust-Gedenktag. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden erklärte, ein Faschingsumzug an diesem Tag sei „geschmacklos und führt den Holocaust-Gedenktag ad absurdum.“

Um 11.00 Uhr sollen sich die Umzugswagen vom Odeonsplatz Richtung Siegestor in Bewegung setzen. Von dort geht es über Theresienstraße und Barer Straße zum Stiglmaierplatz. Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Jahren führt der Zug nicht durch die Brienner Straße, da der Zug auf dieser Route direkt am Platz der Opfer des Nationalsozialismus vorbeikäme. Der Veranstalter, die Faschingsgesellschaft der „Damischen Ritter“, hat die Route wegen der Terminüberschneidung mit dem Holocaust-Gedenktag geändert.

Auch in Regensburg sollte der Faschingszug eigentlich am 27. Januar stattfinden. Nach scharfer Kritik von jüdischen und anderen Organisationen wurde er jedoch auf den Faschingssonntag am 3. Februar verlegt. In München halten die Veranstalter dagegen am Termin fest. Helmut Wollner, Sprecher der „Damischen Ritter“, bedauerte die Panne bei der Terminplanung. Aus organisatorischen Gründen sei eine Verlegung des Termins aber nicht möglich.

Am 27. Januar 1945 wurden die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Bundespräsident Roman Herzog erklärte 1996 den 27. Januar zum nationalen Holocaust-Gedenktag. Seit einem Beschluss der Vereinten Nationen von November 2005 wird dieser Tag auch international begangen.

Hatte jeder die Bedeutung des 27. Januar 1945 parat? Vermutlich nicht, denn der Tag der Befreiung des Lagers Auschwitz durch US-Truppen wird erst seit 1996 als Holocaust-Gedenktag begangen. Die Veranstalter des Münchener Faschingszuges wussten das wohl so wenig wie Zünfte in Südbaden, dass der kommende Sonntag historisch belegt ist.

Deshalb dürfe er nicht mit Mummenschanz bespielt werden, meint der Zentralrat der Juden. Aber ist dieser Moralismus richtig? Charlotte Knobloch erwartet, dass am diesem Sonntag das öffentliche Leben in Ehrfurcht und Stille erstarrt. Wenn es um den demonstrativen Verzicht geht, sollen die Narren immer als erste Verzicht tun: An ihnen soll das Exempel von Lustverzicht und Buße statuiert werden – während andere Feten ungeniert stattfinden. Nützlich wäre jetzt weniger Vibrato. Souverän wäre es, die Narren feiern und andere gedenken zu lassen.

In einem pluralen Staat erzwingt man reuevolle Meditationen nicht. Jeder Bürger hat am 27. Januar das Recht, sich zu amüsieren oder still auf dem Sofa zu sitzen. Das könnten alle akzeptieren, ohne gleich Vergesslichkeit oder Vorsatz zu vermuten.

Der letzte Landespresseball in Baden-Württemberg fiel übrigens auch auf einen Gedenktag. Am besten wäre es doch, den Deutschen das Tanzen und Feiern ganz zu verbieten und ihnen tägliches Gedenken vorzuschreiben. Es dürfte doch kein Problem sein, den Kalender mit Gedenktagen vollzubekommen.

Kritik am Sinn und Zweck des WEF ist unberechtigt

Januar 24, 2008

Jahr für Jahr zeichnen WEF-Gegner in ihren Aktionen und Demonstrationen, aber auch in Briefen an die Redaktion das Bild einer übermächtigen Wirtschaft. Diese treffe sich in Davos hinter verschlossenen Türen, um in konspirativer Manier die Weltherrschaft zu gewinnen beziehungsweise auszuüben. Das ist zunächst insofern realitätsfremd, als Davos längst – trotz restriktiven Zulassungsbeschränkungen – ein reichlich offener Marktplatz geworden ist. Geheim sind höchstens manche bilaterale Gespräche am Rand, diverse Geschäftskontakte oder das eine oder andere hochpolitische Treffen. Das meiste aber wird sofort nach aussen getragen. Und geprägt ist «Davos» nicht etwa von kapitalistischer Profitgier, sondern eher von Gutmenschentum.

Wenn die Kritik an der Anmassung der Wirtschaft in Davos einen Kern von Wahrheit hat, gilt dieser daher paradoxerweise eher den Anstrengungen der Wirtschaftsführer, sich nicht nur gewinnorientiert zu verhalten, sondern mit «Corporate Social Responsibility» einen Beitrag zur Lösung der Weltprobleme zu leisten. Dieses Bemühen ist nicht neu und nur in begrenztem Umfang blosse Folge eines schlechten Gewissens. Schon 1971 wurde am Forum das sogenannte Stakeholder-Konzept präsentiert, das zwei Jahre später zum Angelpunkt der «Davos Declaration» werden sollte. Seither wird vor allem Klaus Schwab, der «Erfinder» des WEF, nicht müde, die gesellschaftliche Verantwortung der Führungskräfte einzufordern. Hinsichtlich dieser Gesamtverantwortung sollen die Unternehmen nach seiner Auffassung tatsächlich die Muskeln spielen lassen. Es geht ja um eine gute Sache. Die Stichworte lauten: Governance, Philanthropy, Social Responsibility, Social Entrepreneurship und Global Citizenship – immer mit der Präzisierung «Corporate». Die Zielkonflikte zwischen Gewinnorientierung und «sozialem» Verhalten werden dabei verdrängt.

Die Hauptverantwortung für die Auseinandersetzung mit vielen globalen Problemen liegt bei den Staaten und den internationalen Organisationen, nicht bei den Investoren oder Unternehmen. Ferner müsse Global Corporate Citizenship in Übereinstimmung mit dem Geschäftsmodell und der Gewinnorientierung der jeweiligen Unternehmen stehen. Zudem komme es auf das Handeln und nicht auf vollmundige Erklärungen an, und schliesslich sei – ganz im Sinne Milton Friedmans – die wichtigste Rolle der Geschäftswelt in der Gesellschaft die, Geschäfte zu machen.

Gleichwohl wirken Schwabs Ausführungen wie eine ungeliebte Konzession an die ökonomische Realität. Im Schnee und in der Sonne von Davos dominieren selbst mitten in den Turbulenzen der Bankenkrise im Programm jene Themen, mit denen sich die «Wirtschaft» vermeintlich in Politik und Gesellschaft Punkte holen kann. Doch gerade die Irrungen der Finanzbranche rufen einem in Erinnerung, wie wichtig es wäre, dass Unternehmer und Manager sich zuerst und vor allem darum bemühten, ihre weiss Gott schwierigen Aufgaben souverän zu meistern, statt sich um Soziales, Klima, Gerechtigkeit, Frieden und all die anderen wichtigen Dinge auf dieser Welt zu kümmern. Nicht nur Schuster sollten bei ihrem Leisten bleiben. Das ist auch eine Form sozialer Verantwortung.


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